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Stressfaktoren |
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Der Folgende Artikel stammt aus einem Referat von Prof Dr. med. Dr. h. c. Boris Luban-Plozza. |
Stress
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Der Ausdruck «Stress» stammt vom ungarischen Arzt und Forscher Hans Seyie (1907- 1978), der diesen Begriff 1949(!) in die Medizin eingeführt hat und ihn folgendermassen beschrieb: «Stress ist das körperliche Anpassungsprogramm des Menschen an neue Situationen, seine unspezifische und stereotype Antwort auf alle Reize, die sein persönliches Gleichgewicht stören. Er bezeichnete damit einem zum Lebensvorgang gehörenden körperlichen Mechanismus, mit dem der Mensch auf Belastungen und Anstrengungen, aber auch auf Ärgernisse und Enttäuschungen reagiert.
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| Als Stressfaktoren nennt Luban- Plozza: |
körperliche Stressfaktoren, z. B. Lärm, Hunger, Überarbeitung psychische Stressfaktoren (innerer Stress), z.B. Angst, Depression, ständige Unsicherheit, soziale Stressfaktoren, Vereinsamung, Armut, aber auch übertriebener Luxus. «Stress ist also nicht nur das Markenzeichen der Vielbeschäftigten. So verschiedenartig die Stressoren sind, lösen sie doch alle im Körper eine im wesentlichen gleiche biologische Stressreaktion aus.»
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Stresseinflüsse |
| Milieu |
Es darf nicht nur die Belastung im Arbeitsprozess berücksichtigt werden, sondern mehrdimensional auch das häusliche Milieu mit seinen positiven oder negativen «Stresseinflüssen». Es ist nachgewiesen worden, dass Angst, Ärger, Wut, speziell aber Ehe-, familiäre und berufliche Konflikte viel stärker belasten als körperliche Überarbeitung. So spricht man von Krankheit durch Kränkung und Beziehungsnot: Ein wichtiger Begriff.
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| Entfremdung in der Partnerbeziehung |
Neben einer Entfremdung von der Berufsarbeit kann Stress auch eine Entfremdung in der Partnerbeziehung bewirken und zu Depressionen führen. Magengeschwüre, Kopfschmerzen, Schlaflosigkeit, hoher Blutdruck und Herzerkrankungen - also klassische Managerkrankheiten - gelten als unvermeidbares Nebenprodukt eines Lebens voll Stress und Hektik.
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Leitsätze
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Sie lassen sich aber vermeiden, wenn man sich folgende Leitsätze zu Herzen nimmt: |
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- Die Kunst zu leben besteht nicht im Handeln-Können, sondern im Loslassen-Können.
- Jeder Mensch sollte seinen eigenen, ihm gemässen Lebensrhythmus finden.
- Zur Lebensqualität gehört die Kunst des Liebens, die persönliche Zuwendung des Menschen zum Menschen und der Mut zum Menschen
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Stressbewältigung |
| Massnahmen |
Folgende Massnahmen empfiehlt Prof Luban-Plozza als Stressbewältiger: |
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- Spiel und Sport, Gymnastik (aber nicht als Stressor!)
- Richtige Ernährung
- Entspannung in Gesprächen
- Autogenes Training, Psychsomatisches Training / Atemtherapie, Yoga, Meditation
- Lachen und echte Gemütlichkeit
- Regelmässiger Schlaf
- Kreatives Tun (zeichnen, malen, fotografieren, sticken, nähen usw.)
- Musik hören, selber musizieren, singen, tanzen (schon der hl. Augustinus hat empfohlen: «0h Mensch, lerne tanzen, sonst wissen die Engel im Himmel nichts mit dir anzufangen!»
- Gedichte lesen oder sich vorlesen lassen, Bücher lesen
- Theater- und Konzertbesuche
- Geselligkeit pflegen
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