Lebensenergie durch körperliche und geistige Bewegung!
Entscheidend
Entscheidend für die Beurteilung des Gesundheitszustandes eines Menschen ist nicht das chronologische Alter oder der Gelenkverschleiss auf dem Röntgenbild, sondern die Wachheit im Blick des Gegenübers, die Lebensbejahung, die er ausstrahlt, die Weichheit seiner Gesichtsmuskeln und seines Ganges, der Rhythmus seines Atems und der Klang seiner Stimme – also seiner Lebensenergie.

Sinn des Lebens All das sind Dinge, die nicht dem natürlichen Alterungsprozess unterliegen müssen, sondern abhängen von der Fähigkeit sich zu freuen, zu lieben, zu staunen, zu lachen, zu weinen, neues zu versuchen, altes loszulassen, Verantwortung zu tragen, aber sich auch nicht zu übernehmen, zu spielen, zu träumen, zu hoffen und zu glauben, wie man seinen Körper bewohnt und was man aus seinem Schicksal macht, wie man das Gewesene integriert, die Zukunft und den Sinn des Lebens sieht und, v.a., wie man mit beiden Füssen hier und jetzt im Leben steht. Dabei sieht man immer wieder, wie sehr das Körperliche mit dem Geistig-seelischen in Verbindung steht. Die inzwischen in der Psychoneuro-Immunologie vor allem bei der Krebsbehandlung auch therapeutisch genutzte Abhängigkeit des Immunsystems von unserer Stimmungslage, unseren Seelenbildern und unserm Lebenswillen ist nur ein Beispiel dafür.

Ausflug in die Anatomie Ein Ausflug in die Anatomie und Physiologie erklärt, warum der Körper Bewegung braucht. Gelenkknorpel sind nicht mit Blutgefässen versorgt, Sauerstoff und Nährstoffe werden durch Bewegung der Gelenkpartner zugeführt. Wenn Sie bei längerem Sitzen z.B. ihre Knie bewegen, schmieren Sie sozusagen Ihre Gelenke. Dies ist notwendig, wenn nach Jahren der Beanspruchung die Gelenkflächen nicht mehr ganz glatt übereinander gleiten, also ein natürlicher Verschleiss, eine Arthrose, entstanden ist und damit auch die Belastbarkeit der Gelenke durch längeres Gehen, Laufen oder Sitzen vermindert ist.

Venen
Auch lässt mit dem zunehmendem Alter die Spannkraft der Venen nach. Die Venen leiten das Blut, unterstützt durch das Pumpen der Beinmuskeln beim Gehen, zum Herzen hoch. Wenn Sie jetzt im Sitzen oder Liegen Ihre Beinmuskeln rhythmisch anspannen, unterstützen Sie Ihre Venen bei ihrer Arbeit und beugen dicken Beinen vor. Wenn sich dabei Ihre Muskeln verkrampfen, brauchen Sie etwas Magnesium, ansonsten hält Knoblauch die Gefässe elastisch, und Rosskastanie hält sie dicht.

Rückenschmerzen Die meisten Probleme bei längerem Sitzen oder Stehen macht jedoch der Rücken. Die Bandscheiben bestehen zum grössten Teil aus Wasser. Dieses wird durch anhaltenden Druck des Körpergewichts, z.B. beim Sitzen oder Stehen, herausgepresst, so dass Druck auf Nerven und damit Schmerzen und als Schutzreflex Muskelverspannungen entstehen. Mit abnehmender Jugend nehmen Wassergehalt der Bandscheiben, Kraft der Rückenmuskeln und damit auch die Belastbarkeit des Rückens ab.

Die Bandscheibe funktioniert wie ein Schwamm. Wenn Sie nur liegen, entspricht das einem Schwamm, der nur im Wasser liegt und vermodert. Stehen oder sitzen Sie zu lange, kann Ihr Bandscheibenschwamm kein neues Wasser und damit auch keine Nährstoffe auftanken. Auch Ihre Knochen brauchen eine rhytmische Belastung wie Spazierengehen, am Besten im Freien. Denn das Knochen-Vitamin D braucht das Sonnenlicht.

Unser Rücken wird vorn durch die Bauch- und hinten durch die Rückenmuskeln gehalten. Die beste Belastbarkeit des Rückens und der beste Energiefluss in und entlang der Wirbelsäule besteht bei gerade aufgerichtetem Rücken. Die längste Lebensdauer hat also ein Rücken der möglichst aufrecht belastet wird, auch im Sitzen, regelmässig bewegt wird, um seine Gelenke zu schmieren, den Bandscheibenschwamm auszupressen und die Muskeln zu dehnen und zu kräftigen, und der regelmässig entlastet wird. Dies erfolgt am besten nach jeder grösseren Belastung, wenn möglich in Rücklage mit angebeugten Beinen, um das Hohlkreuz auszugleichen und dadurch die kleinen Wirbelgelenke und die Bandscheibe zu entlasten. Ausserhalb des empfehlenswerten Mittagschlafes können aus dieser Lage heraus auch gleich Bauch- und Rückenmuskeln durch wiederholtes Anspannen beim leichten Aufrichten des Oberkörpers gekräftigt werden.

Das Beispiel des Schwammes trifft natürlich nicht nur für Bandscheiben zu, sondern entsprechend der Regel von Yin und Yang, oder Göthes Gedicht von der zweierlei Gnaden des Atems, auch für Ihren Geistes- und Gemütszustand. Körper und Geist haben viele Gemeinsamkeiten. So gilt für beide Bereiche das Sprichwort: „Wer rastet, der rostet.“ Aber, wer immer nur rast oder nie rastet, rostet auch schneller. D.h., Sie sind sozusagen als Trainer und Freund gefordert, um Leib und Seele in guter Form und bei guter Laune zu halten
 
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