Die fünf Elemente auf dem Herd
Kälte und Hitze
Eine Jahrtausende währende Überlieferung der chinesischen Ernährungstradition
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Die Prinzipien der Lehre von den Fünf Elementen lassen sich leicht auf unseren westlichen Kulturkreis übertragen. Sie spiegeln den Kreislauf der sich ewig erneuernden, entwickelnden und wandelnden Natur. Martha Heinen macht uns bewußt, daß wir beim Kochen mit den Elementen Holz, Feuer, Erde, Metall und Wasser umgehen und ihre Energien auch unsere Befindlichkeit berühren.
Ausgewogene Speisen
Um ausgewogene Mahlzeiten zu kreieren, ist es sinnvoll, alle fünf Geschmacksrichtungen zu integrieren
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Meine Suche nach einer Ernährung, die alle Sinne anregt, in Harmonie mit der Natur ist und dem Menschen ein Maximum an Energie, Vitalität und Gesundheit beschert, führte mich zu der traditionellen chinesischen Lehre der Fünf Elemente. Ernährung, Kräuterheilkunde, Akupunktur, Qigong sowie andere Körperübungen und Heilweisen bilden zusammen eines der ältesten ganzheitlichen Heilsysteme. Im Bereich der Ernährung sind die Elemente Holz, Feuer, Erde, Metall und Wasser Symbole, denen sich Jahreszeiten Körper- und Sinnesorgane, Farben, Emotionen und Geschmacksrichtungen zuordnen lassen. Da die Elemente etwas Lebendiges, sich Bewegendes darstellen, ist die Bezeichnung "Die Fünf Wandlungsphasen" eigentlich treffender.

Ernährung im Winter
Während dieser Umstellungsphase ist es besonders wichtig, dem Körper die Gelegenheit zu geben, sich auf die kalte Jahreszeit einzustellen.
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Die Verbindungen zwischen den Fünf Elementen und ihr Zusammenspiel werden am Fütterungszyklus sichtbar. Hier wird deutlich, daß, im Uhrzeigersinn betrachtet aus jedem Element ein weiteres hervorgeht. Die Betrachtung der sich wiederholenden Abläufe in der Natur anhand des Fütterungszyklus' erinnert mich an meine ersten Lebensjahre. Das plötzliche Erscheinen der Schneeglöckchen, die den Frühling ankündigten, der dann mit frischer Energie Felder, Wiesen und die Pflanzenwelt mit zartem Grün erfüllte, die stechende Sommerhitze, welche einmal unseren Brunnen versiegen liess, und die Düfte einer Wildrosenhecke waren für mich Höhepunkte visueller und sinnlicher Wahmehmung.

Ernährung im Frühling
Er ist der Beginn eines neuen Jahreszeitenzyklus' und drückt sich durch Frische und Lebendigkeit aus
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Im Spätsommer feierten die Bauern das Erntedankfest, und die reifen Feld- und Wiesenfrüchte wurden gesegnet. Dann folgte das Rascheln des bunten, trockenen Herbstlaubes unter meinen Fußsohlen. Eisblumen, Eiszapfen und Schneeflocken verzauberten schließlich alles in eine stille, friedvolle Winterlandschaft. In Harmonie mit den Jahreszeiten zu leben, bedeutet, sich ihrem Wandel anzupassen. Es gilt, bioklimatische Einflüsse in Form von Wind, Hitze, Feuchtigkeit, Trockenheit und Kälte auszugleichen. Das Wissen um die geschmackliche, thermische, energetische und organspezifische Wirkung von Nahrungsmitteln bildet die Basis für das traditionelle Ernährungssystem Chinas. Es ermöglicht eine Einstellung auf klimatische Veränderungen und eine Abstimmung der Nahrung auf die individuelle Konstitution.
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